04.09.2026
Der Deutsche Steuer-Gewerkschaftsbund (DSTG) hat bei einer Anhörung im niedersächsischen Landtag für eine gemeinsame Bundesratsinitiative zur Modernisierung des Steuervollzugs geworben. DSTG-Bundesvorsitzender Florian Köbler sprach sich dafür aus, entsprechende Vorstöße von Niedersachsens Regierungs- und Oppositionsfraktionen zu bündeln und auf Bundesebene voranzutreiben.
Die Gewerkschaft schlägt eine "Fair-Play-Offensive Steuern" mit drei Schwerpunkten vor: eine antragslose Steuerveranlagung für Standardfälle ab 2027, den Ausbau der E-Rechnung zur Bürokratieentlastung von Unternehmen sowie einen verstärkten Kampf gegen Steuerbetrug mithilfe digitaler Prüfsysteme und Künstlicher Intelligenz.
Nach Vorstellung der DSTG sollen durch die Automatisierung von Routinefällen personelle Kapazitäten frei werden, die in Steuerfahndung, Großbetriebsprüfung und andere Kontrollbereiche verlagert werden könnten. Niedersachsen solle die Reform im Bundesrat vorantreiben und damit Impulse für einen modernen, digitalisierten Steuervollzug setzen.
Deutsche Steuer-Gewerkschaft, PM vom 28.08.2026