16.06.2026
Baden-Württemberg hatte im Jahr 2025 deutlich mehr Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer als noch in 2024. Das zeigen die Zahlen seines Statistischen Landesamtes.
Danach nahm das Land im Jahr 2025 rund 2,16 Milliarden Euro aus der Grunderwerbsteuer ein. Das seien etwa 340 Millionen Euro mehr als 2024 – ein Plus von 18,7 Prozent.
Die Grunderwerbsteuer fällt beim Kauf von Immobilien oder Grundstücken an. Sie wird von den Bundesländern erhoben. Die Steuersätze variieren laut Statistischem Landesamt je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises. In Baden-Württemberg betrage der Satz fünf Prozent.
Nach dem Finanzausgleichsgesetz flössen 38,85 Prozent der Einnahmen des Landes an die Kreise entsprechend dem Aufkommen in ihrem Gebiet. Dies seien insgesamt rund 827 Millionen Euro (im Jahr 2025 kassenmäßig gebuchte Einnahmen) und damit 124,5 Millionen Euro (+17,7 Prozent) mehr als im Jahr zuvor gewesen. Da die Verbuchung der überlassenen Grunderwerbsteuer teilweise zeitversetzt erfolgen kann, unterschieden sich die Entwicklungen auf Landes- und Kreisebene.
Im Vergleich der vier Regierungsbezirke sei mehr als die Hälfte (53,7 Prozent) der gesamten Mehreinnahmen auf den Regierungsbezirk Stuttgart entfallen, wo die Einnahmen um 25,3 Prozent (+66,8 Millionen Euro) gestiegen seien. In den Regierungsbezirken Karlsruhe und Freiburg seien die Aufkommen um 15,5 Prozent (+27,7 Millionen Euro) beziehungsweise um 12,9 Prozent (+17,9 Millionen Euro) angestiegen, während im Regierungsbezirk Tübingen die Zuwächse mit +10 Prozent (+12 Millionen Euro) etwas geringer ausgefallen seien.
Die 35 Landkreise hätten zusammen 644,5 Millionen Euro eingenommen, was einem Anstieg von 16,6 Prozent (+91,9 Millionen Euro) gegenüber dem Vorjahr entspreche. Den höchsten prozentualen Anstieg habe der Enzkreis mit +36,6 Prozent (+4 Millionen Euro) verzeichnet. Der Rhein-Neckar-Kreis habe mit einem ähnlich starken Anstieg um 34,1 Prozent beziehungsweise um 10,8 Millionen Euro Aufkommen den stärksten nominalen Anstieg unter allen Landkreisen gehabt.
Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, PM vom 27.05.2026